Stromlieferverträge (PPA)

Kosten sparen und CO2 reduzieren mit Solar- und Windenergie.

Stromlieferverträge werden im Zusammenhang mit Wind- und Photovoltaik-Projekten immer wichtiger, sowohl für Projekte, die aus dem ersten Förderzeitraum herausfallen und eine Anschlussvermarktung suchen als auch zunehmend für neu geplante Projekte. Ebenso haben sich für Mittelstands- und Industriekunden durch das Erreichen der Grid Parity von Strom aus Wind und Sonne, durch selbst auferlegte Nachhaltigkeitsziele in Puncto Energieversorgung und Verpflichtungen im Rahmen des Klimaschutzabkommens von Paris neue Einsatzbereiche für PPAs ergeben. So lassen sich beispielsweise Strombeschaffungskosten langfristig absichern und CO2-Neutralität herstellen. Wir beraten und unterstützen sowohl Erzeugern als auch Abnehmer bei der Strategiefestlegung, Vermittlung, Preisfindung, Vertragsgestaltung und Abschluss von PPAs in ganz Europa.

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Lassen Sie uns reden!

PPA kurz erklärt

Power Purchase Agreements, oder kurz PPAs, sind keine neue Erfindung. Solche bilateralen Verträge zwischen einem Erzeuger und einem Abnehmer gibt es schon seit den frühen Tagen der Energiewirtschaft. Jedoch nimmt deren Bedeutung im Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien insbesondere in Deutschland und anderen Ländern Europas stark zu. Sie eröffnen für die Erzeuger von Strom aus Erneuerbaren Energien neue Chancen hinsichtlich der Stromvermarktung.

 

Neue Kundenkreise auch über Ländergrenzen hinweg können dadurch erschlossen werden. Aber auch große Industrieunternehmen, sind sich mehr und mehr der Vorteile einer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen bewusst. Durch den Abschluss eines langfristigen PPAs sichern sie sich gegen Schwankungen an den Strommärkten ab, können durch die langfristige Preisstabilität Wettbewerbsvorteile erzielen und Ihre Klimaschutzziele erreichen.

Formen von PPA

On-Site vs. Off-Site

Eine Form der Unterscheidung ist der Ort der Stromerzeugung. Erfolgt die Stromerzeugung unmittelbar vor Ort, z.B. auf dem Firmengrundstück des Verbrauchers, so spricht man von einem „On-Site-PPA“. Der Strom wird dabei physisch direkt an den Verbraucher geliefert. Finden Erzeugung und Verbrauch dagegen räumlich getrennt an verschiedenen Orten statt, so wird dies als „Off-Site-PPA“ bezeichnet.
Hierbei wird in der Regel das öffentliche Stromnetz genutzt, um den Strom vom 
Erzeuger im Wege der bilanziellen Durchleitung an den Abnehmer zu liefern. Dazu bedarf es in der Regel eines Dienstleisters, dem sog. Bilanzkreismanager.

Physischer PPA vs. synthetischer PPA

Hinsichtlich der Art der Lieferung unterscheidet man zwischen physischen PPA, also Vereinbarungen, bei denen der Strom auch tatsächlich physisch vom Erzeuger an den Abnehmer geliefert wird und als Gegenstück dazu synthetische PPA. Synthetische PPA sind dadurch charakterisiert, dass eine physische Lieferung von Strom dabei nicht erfolgt, auch nicht im Wege der bilanziellen Weiterleitung – es handelt sich um ein Finanz- bzw. Hedginginstrument mit einem hohen Maß an Flexibilität hinsichtlich der Gestaltung.  Dies macht synthetische PPA vor allem für Unternehmen sehr interessant und diese Form wird in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit eine wichtige Rolle spielen.

Daneben gibt es noch weitere Unterscheidungsmöglichkeiten, auf die wir aber an dieser Stelle nicht weiter eingehen.

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Der Teufel steckt im Detail

PPA können in hohem Maße individualisiert werden. Diese Flexibilität birgt jedoch auch die Gefahr, dass z.B. unbewusst Risiken von einer Partei übernommen werden, die empfindliche finanzielle Folgen haben können.

Praxisbeispiel: Ein deutscher Energieversorger, der in Texas Windenergieanlagen betreibt und den erzeugten Strom dort über PPA vermarktet, hat durch die Strompreisexplosion an den dortigen Handelsplätzen, die durch den flächendeckenden Kraftwerksausfall in Folge eines Blizzards mit tiefen Temperaturen hervorgerufen wurde, innerhalb kürzester Zeit einen Verlust im dreistelligen Millionenbereich erlitten. Für einen weniger finanziell potenten Betreiber hätte dieses Szenario womöglich den wirtschaftlichen Ruin bedeutet.

 

Ein PPA ist Unter Umständen nicht nur ein Vertrag von bilateralem Interesse. Für den Erzeuger ist es während der Laufzeit der Finanzierung des Projekts wichtig, dass der PPA auch vom Finanzierungspartner akzeptiert wird. Dieser sollte daher bereits frühzeitig in den Vertragsprozess mit einbezogen werden, um die Finanzierbarkeit des Vorhabens nicht zu gefährden und ein günstiges Pricing sowie eine angemessene Besicherungsstruktur zu erzielen.

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Unser Wissen - Ihr Erfolg!

Wir helfen Ihnen, sich dem Thema PPA zu nähern und begleiten Sie kompetent und zuverlässig auf dem Weg von der Planung, über die Auswahl geeigneter Partner, die Preis- und Vertragsverhandlungen bis hin zum Abschluss – egal ob Sie Strombezieher oder Stromerzeuger sind. Damit Sie keinen Blackout erleben. 

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Christian Böhm

Master of Sciences in Economics (Universität Konstanz)

 

Certified Professional for Renewable Energies Finance (Frankfurt School of Finance)

 


 

Nachdem ich 2008 zusammen mit einem Partner eine Investmentboutique für Erneuerbare Energien Assets gegründet hatte, begann eine für mich sehr spannende Reise durch die Themenfelder Projektentwicklung, Projektfinanzierung und Asset Management von Wind- und PV-Projekten in Deutschland, Nord-, Zentral- und Südamerika. Dabei habe ich viele spannende Menschen und Projekte erlebt aber auch mit zahlreichen Herausforderungen zu kämpfen gehabt. Jedes Projekt ist anders und erfordert eine maßgeschneiderte Lösung. Diesen facettenreichen und interdisziplinären Erfahrungsschatz aus über 100 Projekten stelle ich Ihnen als kompetenter und zuverlässiger Partner zur Verfügung – zum Erfolg Ihres Projektes. Gestalten wir Zukunft gemeinsam!

 


 

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